Titel: Die Ukraine und wir. Deutschlands Versagen und die Lehren für die ZukunftAutor: Sabine Adler
Gelesen von: Sabine Adler
Erscheinungstermin: 16.08.2022
Genre: Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 478
ISBN13: 978-3-86352-572-9
Verlag: Ch. Links Verlag
Inhalt: Der Krieg in der Ukraine stellt das politische und wirtschaftliche Handeln Deutschlands auf den Prüfstand. Jahrzehntelang wurde über den zweitgrößten Staat Europas hinweggeschaut und Russland hofiert. Mit fatalen Folgen. Deutschland hat versagt, konstatiert die Osteuropa-Expertin Sabine Adler. Ihre Analyse nimmt nicht nur die Ukraine und den aktuellen Krieg in den Blick, sondern vor allem Deutschlands Rolle - wirtschaftlich, politisch, medial - in Bezug auf das von Russland überfallene Land. Als langjährige und hellsichtige Beobachterin zieht sie eine kritische Bilanz: politische Versäumnisse, Lobbyismus, Doppelmoral und ein verlogener Pazifismus waren über weite Strecken bestimmend. Zeit, daraus zu lernen und einen radikalen Kurswechsel einzuleiten!
»Selten treffen langjährige Kenntnis vor Ort und Vertrautheit mit der Geschichte des Schauplatzes so sehr aufeinander wie in Sabine Adlers Ukraine-Buch. Besonders für das deutsche Publikum eine längst fällige Lektüre!« Karl Schlögel
Titel: Der Weg zurückAutor: Erich Maria Remarque
Gelesen von: Nikolas Gerdell
Erscheinungstermin: 04.05.2022
Genre: Erich Maria Remarque, Geschichte, Klassiker, Literatur & Belletristik, Romane
Minuten: 545
ISBN13: 978-3-86352-525-5
Verlag: Verlag Kiepenheuer & Witsch
Inhalt: November 1918: endlich Frieden. Ein paar junge deutsche Frontsoldaten treten den Rückzug in die Heimat an. In Deutschland tobt die Revolution, von der Begeisterung, mit der man sie vor Jahren in den Kampf fürs Vaterland schickte, ist nichts geblieben. Stattdessen werden sie mit Gleichgültigkeit oder offener Verachtung konfrontiert. Sie
fühlen sich fremd und überflüssig, suchen verzweifelt nach Sinn: »Unsere Ideale sind bankrott, unsere Träume kaputt.« Geblieben ist nur die Kameradschaft, aber selbst die bröckelt nach und nach.
Remarque malt in diesem Werk das Bild einer »Jugend, die starb, bevor sie zu leben beginnen konnte«. Der Krieg wird sie nie loslassen. Und doch sind Mut und Tatkraft nicht völlig geschwunden. Der Weg zurück ist die konsequente Fortsetzung des von Millionen gelesenen Klassikers Im Westen nichts Neues. Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsausbruchs 1914 erscheint es erstmals seit der Erstpublikation 1931 in der Fassung der Originalausgabe – versehen mit einem Anhang und einem umfassenden Nachwort des Herausgebers Thomas F. Schneider, dem Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums an der Universität Osnabrück.
Titel: Die Polarfahrt. Von einer unwiderstehlichen Sehnsucht, einem grandiosen Plan und seinem dramatischen Ende im EisAutor: Hampton Sides
Gelesen von: Heinz Bergner
Erscheinungstermin: 15.03.2021
Genre: Geschichte
Minuten: 1281
ISBN13: 978-3-86352-491-3
Verlag: Mare Verlag
Inhalt: Er galt als blinder Fleck, als Problem, als Ende der Welt und ewig ungelöstes Geheimnis: der Nordpol. Während andere rätselten und rechneten, schritt ein verrückter Zeitungsverleger auf der Jagd nach Sensationsgeschichten zur Tat. Er kaufte ein Schiff, erkor einen Kapitän und schickte im Juli 1879 dreiunddreißig Männer ins Eis – fest überzeugt von der Theorie eines offenen Polarmeeres. Doch nördlich der Beringstraße blieb die USS Jeannette im Packeis stecken. Was folgte, war einer der härtesten Überlebenskämpfe der Geschichte; meilenweite Märsche über das gefrorene Meer, Schneeblindheit, Erfrierungen, Stürme und Hunger brachten die Mannschaft an ihre physischen und mentalen Grenzen. Mit erzählerischer Kraft und einem unvergleichlichen Gespür für Dramaturgie entfaltet Hampton Sides in seinem NYT-Bestseller die tragische Geschichte dieser großen, gescheiterten Polarexpedition und zeigt die fatalen Folgen falscher Hypothesen und den Wahnwitz menschlicher Ruhmsucht.
Titel: Aufstand der Matrosen. Tagebuch einer RevolutionAutor: Dirk Liesemer
Gelesen von: Heinz Bergner
Erscheinungstermin: 27.11.2020
Genre: Erster Weltkrieg, Geschichte
Minuten: 422
ISBN13: 978-3-86352-496-8
Verlag: mareverlag
Inhalt: Zwei Wochen, die Deutschland für immer verändert haben Es braut sich etwas zusammen in diesem Herbst 1918. Nach mehr als vier Jahren Krieg haben die Menschen es satt: das Kämpfen, das Hungern, das Sterben. Die alte Ordnung ist längst in Unordnung geraten. Der militärische Zusammenbruch steht unmittelbar bevor. Und doch flüstert man auf den großen Kriegsschiffen vor der deutschen Küste von einem letzten großen Plan, die deutsche Flotte in eine alles entscheidende Schlacht mit England zu schicken. Aber unter den Matrosen, die nun fürchten müssen, in einem sinnlosen Kampf verheizt zu werden, regt sich Widerstand. Dirk Liesemer führt dem Leser auf eindringliche Weise vor Augen, wie sich gehorsame Soldaten in Sturmvögel der Revolution verwandelten, wie aus einem Matrosenaufstand eine landesweite Revolution wurde, die Deutschland für immer veränderte.
Titel: Große Erwartungen. Die Boomer, die Bundesrepublik und ichAutor: Thomas E. Schmidt
Gelesen von: Bodo Henkel
Erscheinungstermin: 28.11.2022
Genre: Biografien & Erinnerungen, Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 550
ISBN13: 978-3-86352-562-0
Verlag: Rowhlt
Inhalt:
Die Babyboomer gehen in Rente. Die große Generation tritt ab, die die Bundesrepublik geprägt hat wie keine vor ihr - auf wenig aufsehenerregende, aber souveräne Weise. Die zwischen 1955 und 1969 Geborenen waren der Kindersegen und das statistisch Allgemeine, und sie waren immer mittendrin: zwischen den Ruinen des Krieges, mit Adenauer und Brandt, der RAF und dem Pop, mit Habermas und Kohl, dem Mauerfall und den Kanzlern Schröder und Merkel.
Thomas E. Schmidt ist einer von ihnen, auch er immer mittendrin. Spielerisch verfolgt er den Lebensweg der geburtenstarken Jahrgänge und schreibt dabei einen Bildungsroman der Bundesrepublik. "Im Wesentlichen haben wir unsere Aufträge erfüllt", meint Schmidt, "wir haben die Demokratie in Deutschland stabil gehalten, sind nie historisch rückfällig geworden und widerstanden nationalistischen Versuchungen." Doch währenddessen machte diese Generation auch Karriere, sie lebte gut und verbrauchte die Ressourcen der Erde. Sie muss nun erkennen, dass die nächste Generation mit dem Erbe hadert: Dankbarkeit ist im Angesicht der Klimakrise kaum zu erwarten.
Mit den Boomern vergeht auch die alte Bundesrepublik, und Thomas E. Schmidt blickt aus der eigenen Erfahrung auf die neue Gegenwart: ein autobiografischer Essay für die große Leserschaft dieser Generation, ebenso scharfsichtig wie ironisch.
Thomas E. Schmidt, geboren 1959, ist Publizist, Autor und Journalist bei der Zeit. In München und Hamburg studierte er Philosophie und Literaturgeschichte, war für das ZDF, die Frankfurter Rundschau sowie Die Welt tätig - und arbeitet seit 2001 in der Feuilletonredaktion der Zeit. Er lebt in Berlin.
Titel: Staatskunst. Sechs Lektionen für das 21. JahrhundertAutor: Henry Kissinger
Gelesen von: Patrick Twinem
Erscheinungstermin: 15.11.2022
Genre: Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 1243
ISBN13: 978-3-86352-580-4
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Inhalt:
Das Vermächtnis eines Jahrhundertpolitikers Henry Kissinger, Jahrhundertpolitiker und Friedensnobelpreisträger, Meister der Diplomatie und politischer Stratege, zeigt in diesem Alterswerk, was Staatskunst in Zeiten von Krise und Umbruch auszeichnet.
Am Beispiel von sechs Staatenlenkern, denen er persönlich verbunden war - Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, Richard Nixon und Anwar el-Sadat, Lee Kuan Yew und Margaret Thatcher -, führt er uns vor, wie aus dem Zusammenspiel von Strategie, Mut und Charakter politische Führung erwächst. Und was wir heute, angesichts wiederaufflammender Großmachtkonflikte, von ihrer Staatskunst lernen können. Ein beeindruckendes Vermächtnis, zeitlos und zugleich hochaktuell.
Inhalt u.a.:
Klassische Beispiele für Führung: der Staatsmann und der Prophet.
Konrad Adenauer: Die Strategie der Demut • Charles de Gaulle: Die Strategie des Willens • Richard Nixon: Die Strategie des Gleichgewichts • Anwar el-Sadat: Die Strategie der Überwindung • Lee Kuan Yew: Die Strategie der Spitzenleistung • Margaret Thatcher: Die Strategie der Überzeugung • Die Evolution politischer Führung.
Titel: PutinlandAutor: Leonid Wolkow
Gelesen von: Oliver Dupont
Erscheinungstermin: 20.10.2022
Genre: Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 761
ISBN13: 978-3-86352-588-0
Verlag: Droemer Verlag
Inhalt:
Was der Westen nicht wissen wollte: die brisante Analyse des "Außenministers der russischen Opposition".
Unter Putin hat sich Russland zu einer imperialistischen Diktatur verwandelt, die die Werte und das Lebensmodell des Westens bedroht. Wie das passiert ist und warum Europa es bis zuletzt ignoriert hat - das analysiert Leonid Wolkow, ein enger Vertrauter des inhaftierten Dissidenten Alexei Nawalny. Anhand persönlicher Erfahrungen im Kampf gegen Korruption und Willkürherrschaft legt er die brutale imperialistische Dynamik in Putins Reich offen und zeigt, was man in Deutschland und Europa nicht wahrhaben wollte. Wer Russland, Putin und den Angriffskrieg gegen die Ukraine verstehen will, kommt an seiner brisanten Analyse nicht vorbei.
Noch zu Beginn der ersten Amtszeit von Wladimir Putin war Russland ein Land bis dahin ungeahnter Möglichkeiten und Entwicklungschancen. Junge Menschen, unter ihnen auch Leonid Wolkow, begannen, sich politisch zu engagieren, forderten Teilhabe und waren bereit, die Zukunft mitzugestalten. Doch Putins Ziel war nie die offene Gesellschaft. Spätestens, als er 2012 seine Rückkehr ins Präsidentenamt verkündete, brach sich der Autoritarismus vom Kreml ausgehend Bahn. Nach der Annexion der Krim, der Zerschlagung der Opposition und dem Giftanschlag auf Alexei Nawalny eskalierte diese Entwicklung 2022 mit dem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine.
Als Wahlkampfmanager, enger Mitarbeiter und Freund Nawalnys hat Wolkow die Entstehung der russischen Diktatur hautnah miterlebt und war selbst mehrfach inhaftiert. Aus dem Exil heraus analysiert er nun, was in Deutschland und Europa aufgrund wirtschaftlicher Interessen und geopolitischer Naivität geflissentlich ignoriert wurde. Doch trotz aller Gefahr, die von Moskau für die freie Welt ausgeht, so Wolkow: Putins Zeit läuft ab. Und Russlands Zukunft liegt in Europa.
Titel: Der Killer im KremlAutor: John Sweeney
Gelesen von: Bodo Henkel
Erscheinungstermin: 10.10.2022
Genre: Biografien & Erinnerungen, Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 721
ISBN13: 978-3-86352-585-9
Verlag: John Sweeney / Wilhelm Heyne Verlag
Inhalt:
Dieser Mann schreckt vor nichts zurück.
Bei der Verfolgung seiner Ziele geht Wladimir Putin über Leichen, und das nicht erst seit dem Überfall auf die Ukraine. John Sweeney, investigativer Journalist und seit vielen Jahren auf der Spur von Putins Verbrechen, legt die Beweise vor: Schon bei seinem unheimlichen Aufstieg vom Stasi-Mann in Dresden zum unumschränkten Herrscher im Kreml ging Putin mit erbarmungsloser Konsequenz vor, ließ Oppositionelle ausschalten, provozierte Kriege und überzog Russland mit einem Netzwerk der Korruption. Sein Ziel: die Festigung seiner Macht, persönliche Bereicherung, Russlands Wiederaufstieg zur Weltmacht. Mit kriminalistischer Akribie hat Sweeney vor Ort recherchiert – in Moskau, Tschetschenien, in der Ukraine während des Krieges –, hat mit Zeugen und Experten gesprochen, mit Dissidenten und Ex-KGBlern, mit Handlangern des Systems Putin, mit Kritikern, von denen zu viele für ihre Haltung sterben mussten.
Psychogramm, packender Hintergrundreport und knallharte Analyse – eine längst überfällige Aufklärung, eine beispiellose Anklageschrift.
John Sweeney, Jahrgang 1958, arbeitete als Reporter für die BBC und ist ein vielfach ausgezeichneter Journalist mit internationalem Profil, der seit Kriegsbeginn aus Kiew berichtet. Seit fast 30 Jahren verfolgt er als investigativer Journalist hartnäckig die Geschäfte und Verbrechen der Mächtigen Russlands, allen voran Wladimir Putins.
Titel: Die Afghanistan Papers. Der Insider-Report über Geheimnisse, Lügen und 20 Jahre Krieg. Mit einem aktuellen Nachwort zum Rückzug aus AfghanistanAutor: Craig Whitlock
Gelesen von: N. Gerdell
Erscheinungstermin: 18.05.2022
Genre: Geschichte, Politik & Sozialwissenschaften
Minuten: 693
ISBN13: 978-3-86352-540-8
Verlag: Econ Verlag
Inhalt: Der Insider-Report über Geheimnisse, Lügen und 20 Jahre Krieg. Mit einem aktuellen Nachwort zum Rückzug aus Afghanistan
Dieses Buch wird die Erinnerung an den Krieg in Afghanistan für immer verändern. Die bahnbrechenden Enthüllungen des Washington Post-Reporters und dreimaligen Pulitzer-Preisfinalisten Craig Whitlock zeigen eindrücklich, wie drei aufeinanderfolgende Präsidenten – Bush, Obama, Trump – und ihre militärischen Befehlshaber die weltweite Öffentlichkeit konsequent über Amerikas längsten Kriegseinsatz belogen. 20 Jahre nach 9/11 offenbart sich die zweck- und planlose Mission, deren absehbares Scheitern viel zu lange bewusst verborgen wurde: Die Afghanistan Papers sind ein schockierender Bericht, der auch die Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban vorwegnahm.
Craig Whitlock liefert Dokumente und eine längst überfällige Abrechnung über all das, was schiefgelaufen ist. Wie einst die Pentagon Papers die öffentliche Wahrnehmung des Vietnamkriegs veränderten, enthalten die Afghanistan Papers erschütternde Enthüllungen von mehr als 1.000 Personen, die wussten, dass die US-Regierung die Fakten vor Ort verzerrt darstellte und manchmal sogar erfand – von Führungskräften im Weißen Haus und Pentagon bis hin zu Ortskräften und Soldaten an der Front in Afghanistan. Sie geben offen zu, dass die Strategie der US-Regierung ein Desaster und es ein kolossaler Fehlschlag war, einen afghanischen Staat nach westlichen Standards aufbauen zu wollen. In seinem Nachwort für die deutsche Ausgabe geht Craig Whitlock auch auf die Rolle Deutschlands in diesem Drama ein. Wer dieses Buch gelesen hat, wird die Militärmission in Afghanistan mit anderen Augen sehen.
Titel: EdelweißpiratenAutor: Dirk Reinhardt
Gelesen von: Miloš Milovanović, Marco Bauer, Jutta Seifert
Erscheinungstermin: 15.06.2022
Genre: Literatur & Belletristik, Nationalsozialismus, Romane
Minuten: 724
ISBN13: 978-3-86352-538-5
Verlag: Aufbau
Inhalt: Sie wollten nicht wegsehen - da wagten sie alles!
Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten Josef Gerlach an. Aber etwas zwischen ihnen bleibt unausgesprochen. Da überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach als 14-Jähriger die HJ verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich »Edelweißpiraten« nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis ... Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto mehr fühlt er sich Gerlach verbunden. Und er erkennt, was die Edelweißpiraten mit ihm und seiner eigenen Geschichte zu tun haben.
Titel: Sechs Texte über Buchenwald von Buchenwald Häftling Nr. 2417Autor: Bruno Apitz
Gelesen von: Sebastian Dunkelberg
Erscheinungstermin: 08.06.2022
Genre: Autobiografie, Biografien & Erinnerungen, Geschichte, Nationalsozialismus
Minuten: 66
Verlag: Aufbau
Inhalt: „Es war am 4. November 1937, als wir in Buchenwald ankamen. Ich fühlte mich den anderen gegenüber ein wenig überlegen, denn ich hatte im Jahre 1933 bereits zwei Konzentrationslager (Colditz und Sachsenburg) kennengelernt. Was konnte mir Buchenwald schon Neues bringen. Jedoch das Gefühl der Überlegenheit verlor sich sehr bald, denn die unverwischbaren Eindrücke schon des ersten Tages zeigten, dass das Lager Buchenwald des Jahres 1937 keinen Vergleich mit dem Lager Colditz aus dem Jahre 1933 zuließ.“ (Bruno Apitz)
Bald nach der Befreiung aus dem KZ Buchenwald verfasste Bruno Apitz aus seiner unmittelbaren Erinnerung einige Berichte, in denen er die Rolle des Zeugen übernimmt, um das Grauen zu dokumentieren: »Du wirst dieses Buch lesen, weil du es lesen musst! Buchenwald! Was war es dir? – Nichts weiter als ein Name, sofern du überhaupt Kenntnis von ihm hattest. Uns aber, uns Überlebenden, die wir aus der Hölle zurückgekehrt sind, ist dieser Name ein Symbol des Grauens, der Inbegriff aller menschlichen Grausamkeit und Schande.
Inhalt:
Als »Zugang« ins Lager Buchenwald
Tagsüber schwerste Arbeit in Schlamm und Dreck, und nachts ließ man uns nicht schlafen
Der Flüchtling
Der 13. Mai 1938 – ein schwarzer Tag im Lager!
Leichen – 1945
Das »Kleine Lager«
Der Titel ist nur digital erhältlich.
Titel: Nackt unter WölfenAutor: Bruno Apitz
Gelesen von: Oliver Dupont
Erscheinungstermin: 08.06.2022
Genre: Erzählungen, Klassiker, Literatur & Belletristik, Nationalsozialismus, Romane
Minuten: 1116
ISBN13: 978-3-86352-520-0
Verlag: Aufbau
Inhalt: Im Frühjahr 1945 soll ein dreijähriger Junge vom KZ Buchenwald nach Auschwitz überführt werden. Das würde den Tod des Jungen bedeuten. Daher nehmen einige KZ-Häftlinge das Kind unter ihre Obhut. Gegen alle Vernunft verstecken zwei Häftlinge das Kind, obwohl sie damit die Vorbereitungen des illegalen Lagerkomitees für einen Aufstand gefährden. Das Überleben des Jungen wird zum Sinnbild für den Überlebenswillen der Häftlinge. Der Roman entstand frei nach Motiven einer wahren Begebenheit. Man rezipierte ihn jedoch als Tatsachenbericht, und die Geschichte der Rettung des Kindes wurde in der DDR zum Symbol des antifaschistischen Widerstandskampfes. Was bisher nicht bekannt war: Apitz hatte die Rolle der Kommunisten ursprünglich viel konfliktreicher angelegt.
Mit einem Nachwort von Susanne Hantke.
"In 'Nackt unter Wölfen' triumphiert die einfache Menschlichkeit." Marcel Reich-Ranicki
