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David G. Marwell

David G. Marwell, Ph.D., hat eine bemerkenswerte Karriere in der öffentlichen Geschichte hinter sich. Er verbrachte neun Jahre im US-Justizministerium, wo er als Chief of Investigative Research Forschungen zur Unterstützung der Untersuchung und Strafverfolgung von Nazi-Kriegsverbrechern in den Vereinigten Staaten durchführte. Als Teil dieser Bemühungen spielte er eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen gegen Klaus Barbie und Josef Mengele und half beim Schreiben der beiden Hauptberichte, die daraus resultierten. 1988 zog er nach Berlin, um der (letzte) Direktor des Berlin Document Center zu werden, einem Aufbewahrungsort für erbeutete Personalakten der NSDAP und ihrer Teilorganisationen. Nachdem er die komplette Mikroverfilmung der Sammlung beaufsichtigt hatte, kehrte Marwell 1994 in die Vereinigten Staaten zurück, um Exekutivdirektor des JFK Assassination Records Review Board zu werden, einer unabhängigen Bundesbehörde, die gegründet wurde, um alle Aufzeichnungen im Zusammenhang mit der Ermordung von Präsident Kennedy zu identifizieren, zu lokalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (durch Deklassifizierung). Im Anschluss an diesen Dienst wurde er “Associate Museum Director“ am United States Holocaust Memorial Museum und beaufsichtigte die wichtigsten Abteilungen des Museums (Ausstellungen, Sammlungen, Archive, Bildung, internationale Programme, Bibliothek). Im Jahr 2000 wurde Marwell zum Direktor und CEO des Museum of Jewish Heritage in New York City ernannt und leitete diese wichtige Institution fünfzehn Jahre lang, bevor er Ende 2015 zurücktrat.

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